Beiträge von Smilla

    Manchmal frage ich mich, ob es heute überhaupt noch leicht ist, dem ständigen Konsum zu entkommen. Egal wo wir hinschauen – Werbung begleitet uns überall. Auf dem Handy, im Fernsehen, in sozialen Medien und sogar dann, wenn wir eigentlich nur kurz unsere E-Mails lesen wollen.


    Uns wird oft vermittelt, dass wir glücklicher, erfolgreicher oder attraktiver werden, wenn wir nur das nächste Produkt kaufen. Neue Kleidung, die neueste Technik oder Dinge für unser Zuhause sollen uns ein gutes Gefühl geben. Und ja, manchmal tun sie das auch – zumindest für einen kurzen Moment. Gleichzeitig lebe ich z.B. unter permanenten Druck. Stress, Einsamkeit, Sorgen oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein, gehören für mich zum Alltag. Einkaufen ist dann wie eine kleine Flucht für mich. Für einen Augenblick fühle ich mich besser, belohne mich selbst oder lenke mich damit von belastenden Gedanken ab.

    Dazu kommt, dass Online-Shopping heute so einfach ist wie nie zuvor. Mit wenigen Klicks ist meine Bestellung abgeschickt. Kein Nachdenken, keine Wartezeit, keine Hürde. Was früher ein geplanter Einkauf war, passiert bei mir heute oft spontan und emotional.


    Natürlich ist nicht die Gesellschaft allein für meine Kaufsucht verantwortlich. Aber ich glaube, dass viele gesellschaftliche Faktoren sie begünstigen können. Wenn Konsum ständig als Lösung für Probleme dargestellt wird, fällt es mir schwer, gesunde Grenzen zu ziehen. Vielleicht sollten wir uns öfter daran erinnern, dass unser Wert nicht davon abhängt, was wir besitzen. Die wichtigsten Dinge im Leben lassen sich ohnehin nicht kaufen:

    echte Beziehungen, Vertrauen, Gesundheit, Geborgenheit und das Gefühl, angenommen zu werden.


    Was denkt ihr darüber? Habt ihr das Gefühl, dass unsere heutige Gesellschaft Kaufsucht begünstigt?

    Achtsames Tanzen hatten wir auch mal in der Reha

    Ja, sowas habe ich auch mal gemacht. Das ist schon sehr intensiv. Gerade wenn auch Themen vorgegeben werden oder man zu der Musik grundsätzlich tanzen soll. Es macht halt was in einem und da kommen auch Tränen ... gut dass die dann kommen. Sie lösen Spannungen, reinigen und sind ein Ausdruck von intensivem Fühlen. Es musst nicht schlecht sein .... ich schäme mich sehr in der Öffentlichkeit zu weinen. Daher würde mir das nicht passieren. :huh:

    Hat der Tortellini Auflauf geschmeckt?

    Ich finde es gut, wie Du auf Dich achtest und in Dich reinspürst was gerade Phase ist. Kann längst nicht jeder. Daher weiter so.


    Ich wollte heute bei amazon shoppen und habe es nicht getan. Stattdessen einen Apfel geschält und gegessen. Dann war erstmal Ruhe.

    Erstmal: es tut mir leid, dass Du mit diesen Ängsten leben musst und sie versuchst zu bekämpfen.

    Vielleicht solltest Du die Ängste nicht als schlecht sehen - sondern als Chance, denn sie schützen ja auch vor etwas. Wenn ich Angst habe signalisiert der Körper mir, dass Gefahr droht, zum Beispiel.

    Wie ist das bei Dir? Steht was gefährliches an? Wovor hast Du Angst? Ich denke essen ist nicht die einzige Lösung, Ängste loszuwerden und können langfristig auch Ärger machen. ;)

    Ich finde gut, dass Du das Thema eröffnet hast und vielleicht schauen wir gemeinsam was der Grund ist etc. Wenn Du dich das hier traust. Denke, dass spielt eine wichtige Rolle auch mit dem Drang kaufen zu wollen. Unerwünschte Gefühle sollen weggedrückt werden. Welche Gefühle sind dann da?

    Viele Fragen, musst nicht antworten. :)

    Ich weiß derzeit nicht wo die Reise mit dem Forum hingeht. Viele Menschen meiden das Thema oder sich da zu "outen". Merkt man ja an der Resonanz hier. Es ist super aufgestellt und rankt in Google weit oben - aber es kommt kaum einer. Leider.

    Ich werde aber nicht aufgeben. Demnächst gibt es noch eine persönliche Infoseite von mir und dann klappt es vielleicht besser. Und ich wollte Werbung bei Psychologen usw. weiter. Da wird man vielleicht eher Menschen mit Kaufsucht antreffen.

    Habe viele Idee, mein Kopf steht nicht still. Aber der Tag hat nur 24 Stunden, daher fällt vieles in den nächsten Tag.