Beiträge von Smilla

    Es gibt bei uns so Tauschschränke, kennt die jemand von Euch?

    Nee das kenn ich nicht. Bei uns gibt es nur so Bücherschränke. Manchmal stehen am Straßenrand Sachen mit dem Hinweis: zu verschenken. Kann man Glück haben was schönes zu finden. Aber ich meide das, will nicht noch mehr Zeugs in meiner Wohnung haben.

    Sich immer wieder gut zureden und sagen : " Ich bin gut so wie ich bin" Ich bin stolz auf mich" usw.

    Ja das ist ja gerade das Schwere: sich selber gut sein. Allen anderen können wir es sagen und schenken, aber uns selber nicht. Ich verstehe bisher nicht, wo die Wurzel allen Übels ist. Leider. Ich habe schon soviel getan, meinen Selbstwert zu steigern, es kommt nicht an. Es ist wie als wenn ich zu einer Wand rede. Gar nicht schön. Leider.

    Anstatt die Werbebotschaft einfach aufzunehmen, sollten wir uns fragen:

    Was will mir diese Werbung eigentlich verkaufen?

    Zum Beispiel:

    • „Nur heute 50 % Rabatt!“ → Sie wollen Zeitdruck erzeugen.
    • „Du hast es verdient.“ → Sie wollen meine Gefühle ansprechen.
    • „Schon 10.000 Menschen haben gekauft.“ → Sie nutzen Gruppendruck.

    Was haltet ihr davon? Trifft das auf Euch zu? Kommen solche Gedanken bei Euch auf, wenn ihr die Werbung "hinterfragt?"?

    Ich konnte gestern nicht widerstehen und ich habe Flecki einen Katzenbrunnen gekauft aus Edelstahl, animiert von Chrissi . Ich habe gelesen, dass Katzen Wasser nur trinken, wenn es sich bewegt. Daher gehen sie kaum an Wassernäpfe. Und deshalb hab ich ihr den jetzt besorgt. Ich hoffe sie freut sich darüber. Denn trinken ist bei den Temperaturen auch für die Tiere sehr wichtig.

    Also bei mir ist es, dass der Kaufwunsch im Kopf präsent ist und die ganze Zeit da rumkreist. Dann ist es so, dass ich solange "drum herum laufe" bis ich es kaufe oder durch einen anderen Kauf "befriedigen" kann.

    Es ist auch so, wenn ich sehe, was andere shoppen, dass ich das auch gerne hätte. Aber das geht leider nicht und ist auch nicht zielführend. Bin froh, dass ich alleine lebe und nur mir gegenüber verantwortlich bin. So kann es keinen Stress geben mit einem Partner. Das brauche ich nicht auch noch on top zu meiner Kaufsucht.

    Ich schäme mich so sehr

    Liebes Seelchen, Du musst Dich nicht schämen. Solche inneren Kämpfe kennen wir alle. Und wir müssen unser Schweigen durchbrechen, darüber reden, um dem ganzen den Schrecken zu nehmen. Es darf uns nicht beherrschen, wir müssen den Drang etwas zu tun, beherrschen.

    Ich verstehe, dass Du Dich schämst, total. Aber Du kannst so stolz sein Seelchen, dass Du hier darüber schreibst und Dich öffnest. So bekommst Du Zugang zu Dir und wir können mit Dir gemeinsam schauen, was es für Alternativen gibt.

    Du machst das richtig klasse! :redheart:

    Werbung für frische Brötchen machen die auch gerne.

    Ja klar. Was denkst Du, warum die mittlerweile in fast jedem Supermarkt gebacken werden und dann in die Auslage kommen? Der Duft der frischen Backwaren löst Glückshormone in Dir aus und die Verknüpfung an vorherige Backwaren, die Du mal gegessen hast. Ist das eine positive Verknüpfung von damals, dann keimt in dir, z.B. bei dem Geruch von frischen Brötchen der Wunsch auf, dass Du jetzt eins brauchst. Und dann "schlägt" man leider zu .... Manipulation des Marktes geglückt.

    Hallo Ihr Lieben,

    manchmal frage ich mich, wie viele meiner Kaufentscheidungen wirklich meine eigenen Entscheidungen sind.

    Werbung begegnet uns heute überall. In sozialen Medien, auf Webseiten, in Apps, per E-Mail oder sogar in Gesprächen mit Influencern. Oft habe ich das Gefühl, dass ständig jemand versucht, mir einzureden, dass mir etwas fehlt. Dass ich erst glücklicher, schöner, erfolgreicher oder zufriedener werde, wenn ich dieses eine Produkt kaufe.

    Gerade als Mensch mit Kaufsucht merke ich, wie gefährlich solche Botschaften sein können. Denn wenn es mir emotional nicht gut geht, treffen sie oft genau meine wunden Punkte. Sie versprechen Trost, Anerkennung, Ablenkung oder ein besseres Gefühl. Doch am Ende bleibt häufig nur die kurze Befriedigung des Kaufens – und danach die gleiche Leere wie zuvor.

    Deshalb versuche ich mir inzwischen eine Frage zu stellen, die für mich zu einem kleinen mentalen Gegenmittel geworden ist: „Welches Problem soll dieses Produkt eigentlich lösen – und habe ich dieses Problem wirklich?“ Oft lautet die ehrliche Antwort: Nein.

    Manchmal frage ich mich auch: „Würde ich diesen Artikel kaufen, wenn ihn mir niemand gezeigt hätte?“ Erstaunlich oft ist die Antwort ebenfalls Nein.

    Für mich wird immer deutlicher: Werbung verkauft selten Produkte. Sie verkauft Gefühle, Hoffnungen und Wünsche. Vielleicht liegt genau darin die größte Falle.

    Wie ist es bei Dir? Hast Du bestimmte Fragen, die Du Dir vor einem Kauf stellst? Glaubst Du, dass Werbung gezielt unsere Unsicherheiten anspricht?

    Bin gespannt was Ihr schreibt.

    :wirhaltenzusammen:

    Hallo zusammen,

    ich habe festgestellt, dass Online-Shopping-Empfehlungen und Influencer-Marketing meine Kaufsucht oft stärker beeinflussen, als mir eigentlich lieb ist.

    Früher dachte ich, ich würde selbst entscheiden, was ich kaufe. Heute weiß ich, wie stark soziale Medien, Werbung und Influencer mein Kaufverhalten beeinflussen können. Ständig werden einem Produkte präsentiert, die angeblich das Leben schöner, einfacher oder glücklicher machen. Oft entsteht dabei das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn man nicht mitmacht.

    Gerade in schwierigen Phasen bin ich besonders anfällig für solche Botschaften. Dann reicht manchmal schon ein Video oder ein Beitrag, um einen Kaufimpuls auszulösen. Aus „nur mal schauen“ wird schnell ein voller Warenkorb.

    Deshalb versuche ich inzwischen bewusster damit umzugehen. Ich habe viele Werbe-E-Mails abbestellt, entfolge Accounts, die ständig Produkte bewerben, und versuche vor jedem Kauf eine Pause einzulegen. Oft merke ich nach einigen Stunden oder Tagen, dass ich den Artikel eigentlich gar nicht brauche.

    • Wie geht ihr mit Influencern und Produktempfehlungen um?
    • Habt ihr bestimmte Strategien, um Kaufimpulse zu vermeiden?

    Schreibt doch mal, wie es bei Euch aussieht.

    Liebe Grüße Smilla

    Hallo zusammen,

    ich fange mal an.

    Wenn die Menschen an Kaufsucht denken, sehen sie oft nur die Einkäufe, die Pakete oder die Schulden. Was viele nicht sehen, sind die psychischen Belastungen, die dahinterstehen können.

    Bei mir entwickelte sich die Kaufsucht nicht einfach so. Depressionen, Ängste und traumatische Erfahrungen haben sie über Jahre hinweg immer stärker werden lassen.

    Während meiner depressiven Phasen fühlte ich mich oft leer und antriebslos. Das Kaufen gab mir für kurze Zeit ein Gefühl von Freude und Vorfreude. Endlich war da etwas, das mich für einen Moment aus der Dunkelheit herausholte. Doch dieses Gefühl hielt nie lange an. Die Leere kam zurück – und mit ihr der Wunsch nach dem nächsten Kauf. Auch meine Ängste spielten eine große Rolle. Wenn die innere Anspannung zu groß wurde, lenkte mich das Stöbern in Onlineshops ab. Für kurze Zeit musste ich nicht über Sorgen, Ängste oder Probleme nachdenken. Besonders eng verbunden ist meine Kaufsucht jedoch mit meinem Trauma - meiner komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung. Kaufen wurde für mich zu einer Bewältigungsstrategie. Wenn ich traurig, einsam, überfordert oder von Erinnerungen belastet war, griff ich zum Konsum. Mein Gehirn lernte: „Wenn es dir schlecht geht, kauf etwas – dann wird es kurz leichter.“

    Heute fühlt sich die Kaufsucht oft unaufhaltsam und selbstzerstörerisch an. Ich weiß, dass sie mir schadet, und dennoch falle ich immer wieder in alte Muster zurück. Das verursacht Schuldgefühle und zusätzlichen Druck.

    Deshalb glaube ich inzwischen, dass der Weg aus der Kaufsucht nicht nur darin besteht, weniger zu kaufen. Es geht auch darum, die Gefühle hinter dem Kaufimpuls zu verstehen.

    Ein erster Schritt könnte sein, mich vor einem Kauf zu fragen:

    Was brauche ich gerade wirklich? Brauche ich diesen Gegenstand – oder suche ich eigentlich Trost, Sicherheit, Ablenkung oder Nähe?

    Vielleicht beginnt Veränderung genau dort: Nicht beim Warenkorb, sondern bei den Gefühlen, die wir versuchen, mit ihm zu füllen.

    Ich schreibe diesen Beitrag nicht, weil ich bereits alle Antworten habe. Ich schreibe ihn, weil ich selbst noch auf dem Weg bin. Und weil ich hoffe, dass andere Betroffene erkennen:

    Ihr seid nicht allein. Hinter einer Kaufsucht steckt oft viel mehr als fehlende Selbstkontrolle. Manchmal steckt dahinter eine Seele, die schon sehr lange versucht zu überleben.

    Eure Smilla

    Schaut Euch die folgenden Fragen an, vielleicht mögt Ihr sie beantworten?

    Welche Gefühle lösen bei euch besonders häufig Kaufdrang aus?
    Habt ihr gelernt, eure Auslöser besser zu erkennen?
    Was hilft euch, mit schwierigen Gefühlen umzugehen, ohne zu kaufen?

    Welche Gefühle lösen bei mir besonders häuft Kaufdrang aus?

    • Traurigkeit
    • Einsamkeit
    • Leere
    • Frust
    • Ängste
    • Langeweile

    Vielleicht noch mehr, aber diese fallen mir gerade spontan ein.

    Habt ihr gelernt, eure Auslöser besser zu erkennen?

    Leider noch nicht, aber ich versuche mich dem Thema Gefühle erstmal allgemein zu nähern.

    Was hilft euch, mit schwierigen Gefühlen umzugehen, ohne zu kaufen?

    Ablenkung - ich versuche z. B. jemand anzurufen, surfe auf Seite im Internet, arbeite am Forum, schlafe, schaue Fernsehen etc.