Was bedeutet Kaufsucht für dich persönlich?

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 256 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (13. Juli 2026 um 14:19) ist von Seelchen.

  • Wenn ich ehrlich bin, dann ist Kaufsucht für mich viel mehr als nur das Kaufen von Dingen.

    Für mich war das Einkaufen lange Zeit ein Trost. Wenn ich traurig war, fühlte ich mich durch einen Kauf für einen kurzen Moment besser. Wenn ich unter Druck stand, schien das Stöbern und Bestellen die Anspannung zu lösen. Wenn ich mich einsam fühlte, war das Einkaufen da. Es hat mich beschäftigt, abgelenkt und mir das Gefühl gegeben, nicht ganz allein zu sein.

    Manchmal fühlte es sich sogar so an, als wäre das Kaufen gut zu mir. Es hat keine Fragen gestellt, mich nicht kritisiert und keine Erwartungen an mich gehabt. Es war einfach da und hat mir für einen kurzen Augenblick das gegeben, was mir im Inneren gefehlt hat: Freude, Aufmerksamkeit, Hoffnung oder das Gefühl, etwas Schönes verdient zu haben.

    Doch die Erleichterung hielt nie lange an. Nach dem kurzen Glücksgefühl kamen oft die Zweifel, die Scham oder die Sorge um das Geld. Und trotzdem griff ich immer wieder auf das zurück, was mir für einen Moment geholfen hatte.

    Heute verstehe ich, dass ich oft nicht nach Dingen gesucht habe. Ich habe nach Gefühlen gesucht. Nach Trost. Nach Nähe. Nach Entlastung. Nach etwas, das die Leere in mir füllt.

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