- Supermarktkasse
- Werbung im TV
- Online Vorschläge
- Vorschläge von Freunden
Beiträge von Smilla
-
-
Huhu Sarita,
Gute Fragen! Ich wundere mich da auch immer. Es scheint so als sind die zufrieden, glücklich und haben ihr Leben im Griff.
Das habe ich als Kind schon bewundert.
Vielleicht liegt es aber auch an der Haltung zu uns selbst? Wieviel genügen wir uns selbst? Sind wir zufrieden mit dem was wir haben? Was brauchen wir?
Ich frage es mich oft, finde aber keine Antwort darauf.
Was denkst Du, welche Frage sollten wir mal beleuchten? Und tiefer drauf eingehen? Gerne hier oder auch gerne ein neues Thema aufmachen.
-
In Warenkorb packen und Seite schließen, ne Nacht drüber schlafen und sich fragen, brauch ich das jetzt wirklich?
dem schließe ich mich an
-
Renteneintritt
Das ist ein gravierender Einschnitt gewesen. Als ich 2024 in Erwerbsminderungsrente gehen musste, weil ich nicht mehr konnte. Ich war da mal gerade 50 Jahre. Das hat mich schon getroffen. Und diese Leere, die auf einmal da war, weil ich keinerlei Sozialkontakte tagsüber mehr hatte und die Suche nach Ersatz - das alles hat die Kaufsucht und das Stillen der Leere noch gefördert.
-
Slimer
was ist das?
Ich habe es leider nicht geschafft nicht zu shoppen.
Dennoch, ich denke öfter nach, ob ich es wirklich brauche und lege es mir z.B. in den Warenkorb, und schaue später nochmal. Oft habe ich es gelöscht, sonst wäre es noch mehr, als ohnehin schon.
-
-
-
-
Das mit den Vorsätzen kenne ich. Ich nehme mir immer vor, mehr zu sparen und nicht mehr alles gleich zu kaufen nur weil es mir gefällt.
Ja ich kenne das auch total! Und warum schaffen wir das nicht? Weil wir glaube ich schon in dem Kreislauf stecken und zwar gedanklich ausbrechen wollen, aber praktisch es nicht umsetzen können.
-
Viele Betroffene erleben Kaufsucht nicht als „ständiges Kaufen“, sondern als wiederkehrenden Kreislauf aus innerer Anspannung, Kaufimpuls und anschließender Reue. Dieser Kreislauf kann sich über Monate oder Jahre wiederholen – oft, ohne dass man bewusst merkt, wann man wieder hineingerutscht ist.
Typische Phasen der Kaufsucht
Auslöser- / Spannungsphase
In dieser Phase entstehen unangenehme Gefühle wie:
- innere Leere
- Stress, Frust oder Überforderung
- Einsamkeit oder Langeweile
- Schuld- oder Schamgefühle
Das Kaufen erscheint innerlich als mögliche Lösung, um diese Gefühle zu lindern.
Gedanken- & Fantasiephase
Die Gedanken beginnen sich um das Kaufen zu drehen:
- „Das brauche ich jetzt.“
- „Danach geht es mir besser.“
- „Ich habe mir das verdient.“
Oft kommen Rechtfertigungen hinzu (Rabatte, Belohnung, Ausnahmen).
Impuls- / Kontrollverlustphase
Der innere Drang wird sehr stark:
- Gefühl von innerem Druck
- Vernunft tritt in den Hintergrund
- „Ich muss jetzt kaufen“
Besonders Online-Shopping verstärkt diese Phase.
Kauf- / Rauschphase
Während des Kaufens:
- kurzfristige Erleichterung
- Euphorie oder Aufregung
- Dopamin-Kick
Diese Phase ist meist kurz, aber emotional intensiv.
Ernüchterungs- & Schuldphase
Nach dem Kauf:
- Leere oder Enttäuschung
- Schuld- und Schamgefühle
- Angst vor Konto, Schulden oder Konsequenzen
- Selbstvorwürfe („Warum schon wieder?“)
Verdrängungs- & Rechtfertigungsphase
Typisch sind:
- Verstecken der Einkäufe
- Verharmlosung oder Rücksendungen
- Vorsätze wie: „Nie wieder“
Die eigentlichen Gefühle bleiben jedoch bestehen.
-
In welchen Lebensphasen tritt Sucht besonders stark auf?
Sucht entwickelt sich selten zufällig. Häufig tritt sie in bestimmten Lebensphasen besonders stark auf oder verschärft sich, vor allem dann, wenn Menschen unter Druck stehen, Verluste erleben oder sich innerlich überfordert fühlen.
Dabei ist nicht das Alter entscheidend – sondern die Belastungen und Umstände, mit denen jemand gerade umgehen muss.
1. Lebensumbrüche und Übergänge
Veränderungen bedeuten oft Unsicherheit, Angst und Kontrollverlust.
Typische Situationen:
- Schulabschluss, Ausbildungs- oder Studienbeginn
- Berufseinstieg oder Arbeitsplatzverlust
- Umzug, Auszug von zu Hause
- Trennung oder Scheidung
- Renteneintritt
Beispiel:
Nach einem Umzug in eine neue Stadt fühlt sich jemand einsam und überfordert. Einkaufen wird zur Ablenkung und gibt kurzfristig das Gefühl von Kontrolle und Trost.2. Junge Erwachsenenphase (ca. 18–30 Jahre)
In dieser Phase entsteht die eigene Identität – oft begleitet von starkem Druck.
Häufige Belastungen:
- Leistungs- und Vergleichsdruck
- Einfluss sozialer Medien
- finanzielle Unsicherheit
- Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit
Beispiel:
Eine junge Person kauft regelmäßig Dinge, um sich erfolgreicher oder „dazugehörig“ zu fühlen. Die Freude hält nur kurz an, das innere Gefühl von Leere bleibt.3. Lebensmitte (ca. 35–55 Jahre)
Viele Menschen erleben hier Überlastung oder innere Erschöpfung.
Typisch sind:
- Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Verpflichtungen
- Pflege von Angehörigen
- Gefühl, nur noch zu funktionieren
- Sinnfragen oder Midlife-Krise
Beispiel:
Nach stressigen Tagen wird Shoppen zur Belohnung und zum einzigen Moment, der sich „nur für mich“ anfühlt – mit der Zeit wird daraus ein Zwang.4. Nach Verlusten und belastenden Ereignissen
Sucht kann als Bewältigungsversuch entstehen.
Mögliche Auslöser:
- Tod eines nahestehenden Menschen
- Trennung oder Scheidung
- schwere Krankheit
- traumatische Erfahrungen
- längere depressive Phasen
Beispiel:
Nach einer Trennung versucht jemand, die innere Leere durch Einkäufe zu füllen. Für einen Moment fühlt sich alles leichter an – danach kommen Schuldgefühle und Scham.5. Spätere Lebensphase
Auch im höheren Alter kann Sucht entstehen oder erneut auftreten.
Belastungen können sein:
- Einsamkeit
- Wegfall von Aufgaben und sozialen Rollen
- körperliche Einschränkungen
- finanzielle Sorgen
Beispiel:
Nach dem Renteneintritt fehlt Struktur im Alltag. Online-Bestellungen werden zum festen Ritual gegen Langeweile und Einsamkeit.Wichtig zu wissen
- Sucht ist keine Willensschwäche
- Sie entsteht häufig dort, wo emotionale Bedürfnisse unerfüllt bleiben
- Rückfälle hängen oft mit neuen Krisen oder Belastungen zusammen – nicht mit persönlichem Versagen
Fazit
ZitatSucht ist oft ein Signal dafür, dass jemand in einer schwierigen Lebensphase zu wenig Unterstützung hatte – nicht dafür, dass er schwach ist.
-
Stimmung: heute ganz gut
Kaufdruck heute: [ ] keiner [x] leicht [ ] mittel [ ] stark
Gedanken & Gefühle: Ich habe Angst vor der kommenden Woche und wie alles klappt.
Umgang damit: Ablenkung den ganzen Tag --- gleich schönen Fernsehabend
Positiv / dankbar für: dankbar für den Tag mit meiner Feundin, die Geburststagsfeier bei Freunden
Fokus für heute / morgen: wirklich nichts shoppen

-
Ich habe heute gar nichts online eingekauft und das freut mich total!

-
Mein täglicher Check-in
Stimmung: Meine Stimmung liegt bei 6.
Kaufdruck heute: [ ] keiner [x] leicht [ ] mittel [ ] stark
Gedanken & Gefühle: Ich habe Angst vor meiner Zukunft.
Umgang damit: Bisher habe ich noch keine Lösung, diese Angstgefühle abzustellen.
Positiv / dankbar für: meine gesunde Katze, dass ich eine Wohnung habe und genug zu Essen
Fokus für heute / morgen: morgen möchte ich nur geniessen - für mich eine schöne Zeit haben mit meiner Freundin
Etwas, das ich mir selbst sagen möchte: Du hälst durch und wirst das schaffen!

-
Willkommen in unserem täglichen Check-in-Thema
Dieses Thema ist dafür da, regelmäßig innezuhalten und kurz festzuhalten, wie es dir gerade geht – mit oder ohne Bezug zur Kaufsucht.
Hier musst du nichts erklären, nichts rechtfertigen und nichts „richtig“ machen. Ein Wort, ein Satz oder ein paar Stichpunkte reichen vollkommen aus.
Der Check-in soll dir helfen, Struktur zu finden, ehrlicher mit dir selbst zu sein und dich mit anderen verbunden zu fühlen.
Alles, was du hier teilst, bleibt in einem respektvollen und geschützten Rahmen.
Anhand dieser Vorlage hier unten kannst Du Deinen Tag beleuchten. (Einfach in einen neuen Beitrag kopieren)
Mein täglicher Check-in
Stimmung: (z. B. 1 (ganz schlecht – 10 super) oder in Worten)
Kaufdruck heute: [ ] keiner [ ] leicht [ ] mittel [ ] stark
Gedanken & Gefühle: Was beschäftigt mich gerade?
Umgang damit: Was hat mir geholfen – oder was hätte helfen können?
Positiv / dankbar für: Auch kleine Dinge zählen.
Fokus für heute / morgen:
Etwas, das ich mir selbst sagen möchte: etwas Ermutigendes, Tröstendes oder Stärkendes
Hinweis:
Du darfst Punkte auslassen oder nur einen Satz schreiben. Dieses Thema ist kein Leistungsnachweis, sondern ein sicherer Ort.

-
Ist es nur mangelndes Selbstwertgefühl? Oder nicht auch die "Flucht" vor negativen Gefühlen, die man nicht aushalten mag, und man möchte sich pushen können - gute Gefühle auslösen?
Ich möchte das Gefühl haben die Kontrolle zu haben. Ich brauche dreiviertel der Dinge nicht oder nicht lebensnotwendig. Aber ich sie stapeln sich hier und sind da. Und sie halten mir derzeit immer wieder vor Augen, wie unfähig ich bin, dem Drang des Kaufens zu widerstehen.

-
Ich glaube, als ich realisiert habe wie voll meine Wohnung geworden ist. Ich kann kaum noch treten und es steht alles voll und rum. Ich versuche das Chaos zu beseitigen, aber es fällt mir echt schwer.
Immerhin ich habe es erkannt. Der Leidensdruck ist sehr hoch, dass ich von der Kaufsucht weg möchte und diese Sachen alle wegtun kann. Aber das ist alles gar nicht so einfach.
Zeitpunkt war vor ca. 4 Jahren, dass ich es erkannte und zugeben konnte ich es aber erst 2024/2025.
-
Musste jemand von euch in die Privatinsolvenz gehen? Wie schwer war dieser Schritt, und wie fühlt es sich heute an?
-
-
Wart ihr schon Teil einer Selbsthilfegruppe? Was habt ihr dort erlebt – eher Hilfe oder eher Frust? Und was bevorzugt ihr: online oder im echten Leben?