Beiträge von Smilla

    In welchen Lebensphasen tritt Sucht besonders stark auf?

    Sucht entwickelt sich selten zufällig. Häufig tritt sie in bestimmten Lebensphasen besonders stark auf oder verschärft sich, vor allem dann, wenn Menschen unter Druck stehen, Verluste erleben oder sich innerlich überfordert fühlen.

    Dabei ist nicht das Alter entscheidend – sondern die Belastungen und Umstände, mit denen jemand gerade umgehen muss.

    1. Lebensumbrüche und Übergänge

    Veränderungen bedeuten oft Unsicherheit, Angst und Kontrollverlust.

    Typische Situationen:

    • Schulabschluss, Ausbildungs- oder Studienbeginn
    • Berufseinstieg oder Arbeitsplatzverlust
    • Umzug, Auszug von zu Hause
    • Trennung oder Scheidung
    • Renteneintritt

    Beispiel:
    Nach einem Umzug in eine neue Stadt fühlt sich jemand einsam und überfordert. Einkaufen wird zur Ablenkung und gibt kurzfristig das Gefühl von Kontrolle und Trost.

    2. Junge Erwachsenenphase (ca. 18–30 Jahre)

    In dieser Phase entsteht die eigene Identität – oft begleitet von starkem Druck.

    Häufige Belastungen:

    • Leistungs- und Vergleichsdruck
    • Einfluss sozialer Medien
    • finanzielle Unsicherheit
    • Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit

    Beispiel:
    Eine junge Person kauft regelmäßig Dinge, um sich erfolgreicher oder „dazugehörig“ zu fühlen. Die Freude hält nur kurz an, das innere Gefühl von Leere bleibt.

    3. Lebensmitte (ca. 35–55 Jahre)

    Viele Menschen erleben hier Überlastung oder innere Erschöpfung.

    Typisch sind:

    • Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Verpflichtungen
    • Pflege von Angehörigen
    • Gefühl, nur noch zu funktionieren
    • Sinnfragen oder Midlife-Krise

    Beispiel:
    Nach stressigen Tagen wird Shoppen zur Belohnung und zum einzigen Moment, der sich „nur für mich“ anfühlt – mit der Zeit wird daraus ein Zwang.

    4. Nach Verlusten und belastenden Ereignissen

    Sucht kann als Bewältigungsversuch entstehen.

    Mögliche Auslöser:

    • Tod eines nahestehenden Menschen
    • Trennung oder Scheidung
    • schwere Krankheit
    • traumatische Erfahrungen
    • längere depressive Phasen

    Beispiel:
    Nach einer Trennung versucht jemand, die innere Leere durch Einkäufe zu füllen. Für einen Moment fühlt sich alles leichter an – danach kommen Schuldgefühle und Scham.

    5. Spätere Lebensphase

    Auch im höheren Alter kann Sucht entstehen oder erneut auftreten.

    Belastungen können sein:

    • Einsamkeit
    • Wegfall von Aufgaben und sozialen Rollen
    • körperliche Einschränkungen
    • finanzielle Sorgen

    Beispiel:
    Nach dem Renteneintritt fehlt Struktur im Alltag. Online-Bestellungen werden zum festen Ritual gegen Langeweile und Einsamkeit.


    Wichtig zu wissen

    • Sucht ist keine Willensschwäche
    • Sie entsteht häufig dort, wo emotionale Bedürfnisse unerfüllt bleiben
    • Rückfälle hängen oft mit neuen Krisen oder Belastungen zusammen – nicht mit persönlichem Versagen

    Fazit

    Zitat

    Sucht ist oft ein Signal dafür, dass jemand in einer schwierigen Lebensphase zu wenig Unterstützung hatte – nicht dafür, dass er schwach ist.

    Stimmung: heute ganz gut

    Kaufdruck heute: [ ] keiner  [x] leicht  [ ] mittel  [ ] stark

    Gedanken & Gefühle: Ich habe Angst vor der kommenden Woche und wie alles klappt.

    Umgang damit: Ablenkung den ganzen Tag --- gleich schönen Fernsehabend

    Positiv / dankbar für: dankbar für den Tag mit meiner Feundin, die Geburststagsfeier bei Freunden

    Fokus für heute / morgen: wirklich nichts shoppen

    :sonnefürdich:

    Mein täglicher Check-in

    Stimmung: Meine Stimmung liegt bei 6.

    Kaufdruck heute: [ ] keiner  [x] leicht  [ ] mittel  [ ] stark

    Gedanken & Gefühle: Ich habe Angst vor meiner Zukunft.

    Umgang damit: Bisher habe ich noch keine Lösung, diese Angstgefühle abzustellen.

    Positiv / dankbar für: meine gesunde Katze, dass ich eine Wohnung habe und genug zu Essen

    Fokus für heute / morgen: morgen möchte ich nur geniessen - für mich eine schöne Zeit haben mit meiner Freundin

    Etwas, das ich mir selbst sagen möchte: Du hälst durch und wirst das schaffen!

    :da boxt du dich durch:

    Willkommen in unserem täglichen Check-in-Thema

    Dieses Thema ist dafür da, regelmäßig innezuhalten und kurz festzuhalten, wie es dir gerade geht – mit oder ohne Bezug zur Kaufsucht.

    Hier musst du nichts erklären, nichts rechtfertigen und nichts „richtig“ machen. Ein Wort, ein Satz oder ein paar Stichpunkte reichen vollkommen aus.

    Der Check-in soll dir helfen, Struktur zu finden, ehrlicher mit dir selbst zu sein und dich mit anderen verbunden zu fühlen.

    Alles, was du hier teilst, bleibt in einem respektvollen und geschützten Rahmen.

    Anhand dieser Vorlage hier unten kannst Du Deinen Tag beleuchten. (Einfach in einen neuen Beitrag kopieren)

    Mein täglicher Check-in

    Stimmung: (z. B. 1 (ganz schlecht – 10 super) oder in Worten)

    Kaufdruck heute: [ ] keiner  [ ] leicht  [ ] mittel  [ ] stark

    Gedanken & Gefühle: Was beschäftigt mich gerade?

    Umgang damit: Was hat mir geholfen – oder was hätte helfen können?

    Positiv / dankbar für: Auch kleine Dinge zählen.

    Fokus für heute / morgen:

    Etwas, das ich mir selbst sagen möchte: etwas Ermutigendes, Tröstendes oder Stärkendes


    Hinweis:

    Du darfst Punkte auslassen oder nur einen Satz schreiben. Dieses Thema ist kein Leistungsnachweis, sondern ein sicherer Ort. <3

    Ist es nur mangelndes Selbstwertgefühl? Oder nicht auch die "Flucht" vor negativen Gefühlen, die man nicht aushalten mag, und man möchte sich pushen können - gute Gefühle auslösen?

    Ich möchte das Gefühl haben die Kontrolle zu haben. Ich brauche dreiviertel der Dinge nicht oder nicht lebensnotwendig. Aber ich sie stapeln sich hier und sind da. Und sie halten mir derzeit immer wieder vor Augen, wie unfähig ich bin, dem Drang des Kaufens zu widerstehen. :(

    Ich glaube, als ich realisiert habe wie voll meine Wohnung geworden ist. Ich kann kaum noch treten und es steht alles voll und rum. Ich versuche das Chaos zu beseitigen, aber es fällt mir echt schwer.

    Immerhin ich habe es erkannt. Der Leidensdruck ist sehr hoch, dass ich von der Kaufsucht weg möchte und diese Sachen alle wegtun kann. Aber das ist alles gar nicht so einfach.

    Zeitpunkt war vor ca. 4 Jahren, dass ich es erkannte und zugeben konnte ich es aber erst 2024/2025.